Publikation: Tatmuster bei sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen
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Die vorliegende Arbeit untersuchte Tatmuster bei sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen anhand einer repräsentativen Stichprobe unter Ausschluss gängiger Selektionskriterien. Es wurden 283 von 725 verurteilten Tätern mit Sexualstraftaten gegen Kinder und/oder Jugendliche im Zweijahreszeitraum zwischen 1999 und 2000 im Bundesland Baden-Württemberg erfasst. Alle verurteilten Fälle von geringfügigen Sanktionierungen bis hin zu langjährigen Haftstrafen wurden miteinbezogen. Es handelte sich um eine bei 14 der 17 Staatsanwaltschaften in Baden-Württemberg durchgeführte Aktenanalyse. Die aktuelle Studie untersuchte clusteranalytisch unterscheidbare Tatmuster der Sexualstraftäter und auf dem Wege logistischer Regressionsanalysen Möglichkeiten ihrer Vorhersage. Es entstanden sieben unterscheidbare Tatmuster: distanzbetont , betatschend-genitalorientiert , invasiv , betatschend-körperorientiert , betatschend-außer Haus , hochinvasiv und experimentierfreudig . Opfervariablen und Merkmale der Täter-Opfer-Interaktion dienten neben biografischem Hintergrund des Täters als Prädiktoren dieser Tatstile.
Außerdem wurde ebenfalls auf dem Weg logistischer Regressionsanalysen versucht, die Zugehörigkeit der Täter zur Gruppe der Ein-Opfer-Täter bzw. Mehrfachtäter vorherzusagen. Als einer der besten Prädiktoren erwies sich die Modalität der sexuellen Handlung (mit vs. ohne Körperkontakt). Sexualstraftaten mit Körperkontakt konnten mit einer geringen Opferanzahl in Zusammenhang gebracht werden.
Zusammenfassung in einer weiteren Sprache
For the first time, offense styles of sexual child abusers were investigated in a highly representative sample without usual selection criterias. 283 of 725 offenders against minors or adolescents under the age of 18 in Baden-Württemberg, Province of Germany, were included in this study. Data were collected from court dossiers, all cases were included from caution to custody of long duration during a 2-year period between 1999 and 2000. The current study investigated the different pathways in the offending process of sexual child molesters and the possibilities to predict the offense behavior by offender and victim characteristics using logistic regression analysis. Offense behavior was classified using cluster analysis into seven different types of offending: Hands-off , Touching-genitals , Invasive , Touching-breast/seat , Touching-outside , Highlyinvasive and Highlyexperimental . The best predictors of these different styles of offending were victim characteristics, offender-victim-relationship and biographical features of the offender. Additional analysis in this study investigated the possibilities to predict the number of victims the offenders had produced. The best predictor in this connection was the modality of the sexual offense (hands-on, hands-off) with a coincidence of hands-on offenses and sexual abusers with solely one victim.
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ISO 690
RANDAU, Wiebke-Julia, 2006. Tatmuster bei sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen [Dissertation]. Konstanz: University of KonstanzBibTex
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