Blockierung von externen interferierenden Reizen durch Vorsätze : eine Vergleichsstudie von ADHS- und Kontrollkindern

dc.contributor.authorSchwantje, Wiebkedeu
dc.date.accessioned2011-03-25T09:24:35Zdeu
dc.date.available2011-03-25T09:24:35Zdeu
dc.date.issued2005deu
dc.description.abstractBisherige Forschung konnte belegen, dass Vorsätze ( Wenn Situation X eintritt, dann führe ich Verhalten Y aus. ) die Zielerreichung erleichtern und effektives Handeln ermöglichen, ohne dass bewusste Selbstkontrolle notwendig ist (Gollwitzer, 1999). ADHS-Kinder weisen typischerweise Beeinträchtigungen der Exekutivfunktionen und ein damit verbundenes Selbstregulationsdefizit auf. Ziel der vorliegenden Studie war es zu untersuchen, ob Vorsätze Kindern mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eine bessere Konzentrationsleistung ermöglichen und Ablenkungen effektiver abgewehrt werden können. In der aktuellen Studie wurden die Effekte von Vorsätzen in einer Stichprobe aus 32 Jungen mit ADHS und 41 gesunden Jungen ohne ADHS (Kontrollgruppe) im Alter zwischen 9 und 12 Jahren untersucht. Alle Kinder lösten am Computer Mathematikaufgaben aus dem Konzentrations-Leistungs-Test von Düker und Lienert (1959). Gleichzeitig erschienen in unregelmäßigen Abständen Ablenkungen in Form eines Kinderfilms auf einem zweiten Bildschirm. Die beiden Gruppen unterschieden sich signifikant hinsichtlich der Rechenleistung, wobei die gesunden Kinder mehr Aufgaben bearbeiten und richtig lösen konnten als Kinder mit ADHS. Die Filmphasen hatten einen störenden Einfluss auf die Rechenleistung beider Gruppen, wobei die Rechenleistung der ADHS-Kinder noch stärker durch die Ablenkung beeinträchtigt wurde. ADHS-Kinder, die einen Aufgabenbezogenen Vorsatz bildeten, zeigten sowohl in der Rechengeschwindigkeit als auch in der Rechengenauigkeit gesteigerte Leistungen gegenüber Kindern, die eine Zielintention fassten. ADHS-Kinder, die einen Ablenkungsbezogenen Vorsatz bildeten, konnten nur in der Rechengeschwindigkeit gegenüber der Zielintentionsbedingung profitieren. Für die Kontrollgruppe zeigte sich dieser Effekt nicht: die gesunden Jungen lösten etwa gleich viele Aufgaben in allen drei Bedingungen. Dieser Befund ist vermutlich auf die sehr guten Rechenleistungen der Kontrollkinder zurückzuführen (Deckeneffekt). Insgesamt sprechen die Ergebnisse dafür, dass durch den Aufgabenbezogenen Vorsatz kognitive Kapazitäten frei werden, die es ADHS-Kindern ermöglichen, auch bei für sie anstrengenden und schwierigen Aufgaben gute Leistungen zu erzielen.deu
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dc.identifier.urihttp://kops.uni-konstanz.de/handle/123456789/10995
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dc.legacy.dateIssued2005deu
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dc.rights.urihttps://rightsstatements.org/page/InC/1.0/deu
dc.subjectInterferenzdeu
dc.subjectAufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungdeu
dc.subjectADHSdeu
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