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Positives Altern – Wie geht das? : Beitrag von Resilienz zur Prävention depressiver Erkrankungen im Alter

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Datum

2024

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Geschke, Katharina

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Positive aging - How does it work? : Contribution of resilience to the prevention of depressive disorders in old age
Publikationstyp
Zeitschriftenartikel
Publikationsstatus
Published

Erschienen in

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie. Springer. 2024, 57(3), S. 179-185. ISSN 0948-6704. eISSN 1435-1269. Verfügbar unter: doi: 10.1007/s00391-024-02296-2

Zusammenfassung

Hintergrund: Obwohl die Prävalenz depressiver Erkrankungen im Alter hoch ist, gelingt es vielen älteren Menschen, trotz altersbedingter Stressoren gesund zu bleiben. Die individuelle Resilienz, auch psychische Widerstandskraft genannt, kann diese Unterschiede erklären.

Ziel der Arbeit (Fragestellung): Es wird dargestellt, wie Resilienzfaktoren bzw. Strategien gesunden Alterns zur Primärprävention depressiver Erkrankungen im Alter genutzt werden können.

Material und Methoden: Der Artikel fasst die durch eine narrative Literaturrecherche gewonnenen und praktisch relevanten Altersaspekte von Resilienz zusammen und bewertet den diesbezüglichen Wissenstand, auch im Hinblick auf die konsekutive Entwicklung primärpräventiver Maßnahmen zur Vermeidung depressiver Erkrankungen.

Ergebnisse: Individuelle psychologische Strategien zur Resilienzförderung sind u. a. „aktiv bleiben“ und „Positives bewusst wahrnehmen“, soziale Strategien „sozial verbunden bleiben“ sowie „Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten annehmen“. Neben dieser individuellen Ebene, die auf jeden einzelnen Menschen abzielt, zählen zu der sozialen Dimension von Resilienz auch Strategien, die auf gesellschaftlicher Ebene ansetzen. Hierzu gehören v. a. die Wertschätzung von älteren Menschen in der Gesellschaft und verbesserte Möglichkeiten zur Teilhabe.

Diskussion: Altersspezifische Aspekte von Resilienz können gezielt zur Primärprävention depressiver Erkrankungen im Alter genutzt werden. Sie ermöglichen ein Rahmenmodell, um entgegen der Defizitsicht auf das Altern, ressourcenfördernde und aktivierende Interventionen zu etablieren. Gleichzeitig sind der individuellen Prävention und Resilienz klare Grenzen gesetzt. Die Verantwortung darf nicht alleinig bei jeder und jedem Einzelnen gesehen werden, sondern v. a. gesellschaftliche Strukturen und Rahmenbedingungen müssen eine erfolgreiche Umsetzung im Alter ermöglichen.

Zusammenfassung in einer weiteren Sprache

Background: Although the prevalence of depressive disorders in old age is high, many older people succeed in staying healthy despite age-related stressors. The individual resilience or mental power of resistance can explain these differences.

Objective: It is shown how resilience factors or strategies of healthy aging can be used for the primary prevention of depressive disorders in old age.

Material and methods: The article summarizes the practically relevant age-specific aspects of resilience obtained through a narrative literature search and evaluates the relevant state of knowledge, also with respect to the consecutive development of primary preventive measures to avoid depressive disorders.

Results: Individual psychological strategies for promoting resilience include “stay active”, and “mindfulness towards positive things”, social strategies “remain socially connected” and “acceptance of support options”. In addition to this individual level, which aims at every single person, the social dimension of resilience also includes strategies that start at the social level. Above all, this includes the esteem of older people in society as well as improved opportunities for participation.

Conclusion: Age-specific aspects of resilience can be specifically used for the prevention of depressive disorders in old age. They enable a framework to establish resource-promoting and activating interventions, to counteract the deficit perspective on ageing. At the same time, there are clear limits to individual prevention and resilience. The responsibility cannot be seen solely for each individual but above all social structures and framework conditions must enable successful implementation in old age.

Fachgebiet (DDC)
150 Psychologie

Schlagwörter

Konferenz

Rezension
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Forschungsvorhaben

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Zeitschriftenheft

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Zitieren

ISO 690GESCHKE, Katharina, Alexandra WUTTKE, 2024. Positives Altern – Wie geht das? : Beitrag von Resilienz zur Prävention depressiver Erkrankungen im Alter. In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie. Springer. 2024, 57(3), S. 179-185. ISSN 0948-6704. eISSN 1435-1269. Verfügbar unter: doi: 10.1007/s00391-024-02296-2
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Material und Methoden: Der Artikel fasst die durch eine narrative Literaturrecherche gewonnenen und praktisch relevanten Altersaspekte von Resilienz zusammen und bewertet den diesbezüglichen Wissenstand, auch im Hinblick auf die konsekutive Entwicklung primärpräventiver Maßnahmen zur Vermeidung depressiver Erkrankungen.

Ergebnisse: Individuelle psychologische Strategien zur Resilienzförderung sind u. a. „aktiv bleiben“ und „Positives bewusst wahrnehmen“, soziale Strategien „sozial verbunden bleiben“ sowie „Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten annehmen“. Neben dieser individuellen Ebene, die auf jeden einzelnen Menschen abzielt, zählen zu der sozialen Dimension von Resilienz auch Strategien, die auf gesellschaftlicher Ebene ansetzen. Hierzu gehören v. a. die Wertschätzung von älteren Menschen in der Gesellschaft und verbesserte Möglichkeiten zur Teilhabe.

Diskussion: Altersspezifische Aspekte von Resilienz können gezielt zur Primärprävention depressiver Erkrankungen im Alter genutzt werden. Sie ermöglichen ein Rahmenmodell, um entgegen der Defizitsicht auf das Altern, ressourcenfördernde und aktivierende Interventionen zu etablieren. Gleichzeitig sind der individuellen Prävention und Resilienz klare Grenzen gesetzt. Die Verantwortung darf nicht alleinig bei jeder und jedem Einzelnen gesehen werden, sondern v. a. gesellschaftliche Strukturen und Rahmenbedingungen müssen eine erfolgreiche Umsetzung im Alter ermöglichen.</dcterms:abstract>
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