Publikation: Politische Ökonomik der Staatsverschuldung : Erklärungsmodelle und ihre empirische Überprüfung
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Zusammenfassung
Die Staatsverschuldung vieler industrialisierter Länder hat seit Anfang der siebziger Jahre drastisch zugenommen. Zwar waren die meisten Länderhaushalte in der Zeit vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis in die frühen siebziger Jahre durch eine deutliche Abnahme der Staatsverschuldung gekennzeichnet, in den achtziger und neunziger Jahren, binnen weniger als 2 Jahrzehnten, hat sich die Staatsverschuldung jedoch wieder nahezu verdoppelt.
Auch heute noch gibt die Höhe der Staatsverschuldung vieler Länder Anlass zur Diskussion. Eurostat (2006) zufolge hat sich der [. . . ] öffentliche Schuldenstand im Verhältnis zum BIP [. . . ] zwischen 2004 und 2005 in der Eurozone von 69,8% auf 70,8% und in der EU25 von 62,4% auf 63,4% erhöht. Neun der Mitgliedsstaaten wiesen für das Jahr 2005 eine Verschuldungsquote von über 60% des BIP aus. Die Verschuldungsquoten von Griechenland und Italien übersteigen mit 107,5% bzw. 106,4% sogar das BIP und werden voraussichtlich weiter steigen. So verzeichneten diese beiden Länder zusammen mit Ungarn und Portugal die höchsten öffentlichen Defizite der EU25 für das Jahr 2005: Ungarn (-6,1%), Portugal (-6,0%), Griechenland (-4,5%), Italien (-4,1%). Demgegenüber stehen allerdings auch Länder, die trotz einer schwachen Weltwirtschaft Überschüsse erwirtschaftet haben. Allen voran Dänemark mit 4,9% des BIP, aber auch Spanien (+1,1%), Irland (+1,0%) und Belgien (+0,1%) konnten 2005 eine positive Haushaltsbilanz vorlegen.
So verschieden die Kulturen der einzelnen Länder sind, so sehr ähneln sie sich doch in den wirtschaftlichen Gegebenheiten. Bereits 12 der 25 EU-Länder haben den Euro als einheitliche Währung eingeführt und weitere Länder werden folgen. Die Globalisierung trägt ebenfalls ihren Teil zur Vereinheitlichung der verschiedenen Wirtschaftsräume bei. So machen wirtschaftliche Schwankungen eines Landes aufgrund seiner wirtschaftlichen Verstrickungen mit anderen Ländern nicht an den Landesgrenzen halt, sondern haben oft gravierende Auswirkungen auf die Nachbarländer. Auch die Kapitalmärkte weltweit sind näher zusammengerückt, so haben die Anschläge auf das World-Trade-Center im Jahr 2001 die Börsen auf der ganzen Welt in Aufruhr versetzt und die Kurse fallen lassen.
Aus diesen Gründen stellt sich die Frage, warum Länder, die den gleichen wirtschaftlichen Schwankungen gegenüberstehen, so immense Unterschiede der öffentlichen Verschuldungsniveaus und Defizite aufweisen. Die Politische Ökonomik versucht diese und andere Fragen über die Unterschiede politischer Prozesse und Institutionen zu erklären. Sie hat sich erst in den letzten Jahrzehnten zu einem der aktivsten Forschungsgebiete entwickelt. Persson und Tabellini (2002, S. 2 f.) sehen die Wurzeln der Politischen Ökonomik in drei Strömungen aus Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften. Der Theorie makroökonomischer Politik, der Public-Choice-Theorie und der Rational-Choice-Theorie. Somit vereint die Politische Ökonomik die unterschiedlichsten Erkenntnisse, um das Zusammenspiel zwischen Politik und Wirtschaft zu erklären. Ziel dieser Arbeit ist es, einen Einblick in die Modelle der Politischen Ökonomik zur Erklärung der Staatsverschuldung zu geben und diese einer empirischen Überprüfung zu unterziehen.
Die vorliegende Arbeit gliedert sich in vier Teile. Nach dieser kurzen Einleitung werden im folgenden Kapitel verschiedene Ansätze der Politischen Ökonomik zu Erklärung von Staatsschulden vorgestellt. In Kapitel 3 werden diese theoretischen Modelle dann einer empirischen Überprüfung unterzogen, bevor in den Schlussbetrachtungen in Kapitel 4 die Ergebnisse dieser Arbeit im Zusammenhang dargestellt werden.
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ISO 690
WEISSER, Stephan, 2006. Politische Ökonomik der Staatsverschuldung : Erklärungsmodelle und ihre empirische Überprüfung [Master thesis]BibTex
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