Neeb, Philipp

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Neeb
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Philipp
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Veröffentlichung

Der störrische Bankkunde : Intransparenz und Vertrauensprobleme in der Bank-Kunden-Beziehung

2019-11, Neeb, Philipp, Knake, Sebastian

Der historisch-soziologische Beitrag untersucht das Problem der wechselseitigen Intransparenz von Motivlagen in der Beziehung zwischen den deutschen Kreditinstituten und ihrer Kundschaft. Für die Banken stellt sich dieses Problem vor allem in der Form der Unvorhersehbarkeit des Entscheidungsverhaltens ihrer Klienten. Durch eine Reihe von psychologischen Studien versuchen die Banken seit den späten 1950er-Jahren, die Wissenslücke ihre Kunden betreffend zu schließen und die so gewonnenen Einsichten über die vermeintlich irrationalen Einstellungen ihrer Kundschaft möglichst effizient in Marketing und Vertrieb zu nutzen. Umgekehrt wird auch für die Kunden die Intransparenz der Motive der Bank und ihrer Mitarbeiter zum Problem, das sich primär als Vertrauensdilemma im Beratungsprozess äußert. Dies lässt sich anhand von mehr als 20 qualitativen soziologischen Interviews zeigen, die zudem einen Einblick darüber gestatten, wie private Sparerinnen und Sparer versuchen dieses grundsätzliche Vertrauensdilemma zu lösen. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Versuche der Banken, das Verhalten ihrer Kunden betriebswirtschaftlich zu rationalisieren, das Vertrauensdilemma auf Seiten der Kunden in der Vergangenheit eher verschärft hat.

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Veröffentlichung

Integration als Boundary Object im kommunalen Deutungskontext

2017, Neeb, Philipp

Trotz einer inzwischen kontroversen Behandlung des Konzepts der Integration in den Sozialwissenschaften, wird der Begriff in der politischen Praxis bisher fast ohne Alternative verwendet. Im vorliegenden Artikel wird auf der Grundlage qualitativer Interviews untersucht, welche Bedeutung die Vertreterinnen und Vertreter kommunaler Parteien, Migrantenvereine und der städtischen Verwaltung dem Begriff zuschreiben. Dabei zeigt sich, dass die Deutungen des Konzeptes nicht nur weit auseinanderklaffen, sondern im Einzelnen eng mit der Erfahrungswelt der Befragten und ihrer Position innerhalb der jeweiligen Organisation zusammenhängt. Durch die grundsätzlich positive Konnotation des Begriffs in Verbindung mit seiner Deutungsoffenheit im politischen Umfeld stellt er, so die hier vertretene These, für die kommunale Politik ein Boundary Object dar, durch das Kooperation über organisationale Grenzen hinweg sichergestellt werden kann.