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"Die Ordnung der Unterwelt" : Zum Verhältnis von Autor, Text und Leser am Beispiel von Hans Henny Jahnns "Fluss ohne Ufer" und den Interpretationen seiner Deuter

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HUCKE, Nanna, 2009. "Die Ordnung der Unterwelt" : Zum Verhältnis von Autor, Text und Leser am Beispiel von Hans Henny Jahnns "Fluss ohne Ufer" und den Interpretationen seiner Deuter

@book{Hucke2009Ordnu-3555, title={"Die Ordnung der Unterwelt" : Zum Verhältnis von Autor, Text und Leser am Beispiel von Hans Henny Jahnns "Fluss ohne Ufer" und den Interpretationen seiner Deuter}, year={2009}, author={Hucke, Nanna}, note={Teilw. zugl.: Saarbrücken, Univ., Diss., 2009; Auch ersch. in: Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat, MV-Wissenschaft. - ISBN 978-3-86582-943-6} }

"Die Ordnung der Unterwelt" : Zum Verhältnis von Autor, Text und Leser am Beispiel von Hans Henny Jahnns "Fluss ohne Ufer" und den Interpretationen seiner Deuter 2011-03-23T13:46:44Z Hucke, Nanna deposit-license application/pdf 2009 The Order of the Underworld : About the Relationship between Author, Text and Reader based on the Example of Hans Henny Jahnn's Novel Shoreless River, and the Interpretations thereof deu Gegenstand der Untersuchung sind Hans Henny Jahnns Romantrilogie "Fluss ohne Ufer" und eine Reihe von Interpretationen (u.a. von Jan Philipp Reemtsma und Reiner Stach).<br />Die anhaltende Umstrittenheit von Jahnns Werk legt es nahe, nach Jahrzehnten wissenschaftlicher Untersuchung des Werkes und der Autorenbiographie das Verhältnis der Leser und Deuter zum Text genauer ins Auge zu fassen.<br />Erstmals in der Geschichte der neueren deutschen Literaturwissenschaft werden hier anhand ausführlicher Analysen von Interpretationen die Projektionen von Lesern untersucht. Im Rahmen psychologischer Literaturinterpretation handelt es sich um ein Novum. Bisher unterstellte man ausschließlich den Autoren qua Produktionsprozess ein projektives Verhältnis zu ihren Werken. Projektionen der Leser qua Rezeptionsprozess wurden bisher weder wissenschaftlich exakt konstatiert noch konkret herausgearbeitet. Die vorliegende Untersuchung bringt die Projektionen von Lesern zum Vorschein und zeigt, wie verzerrend sie sich auf das öffentliche Bild von Autoren auswirken können.<br />Sichtbar werden die Leserprojektionen auf dem Hintergrund einer gründlichen Untersuchung des Primärtextes und der Intentionen des Autors. Eine Fülle neuer Forschungsergebnisse wird präsentiert. U.a. ist es gelungen, mit Eugène Bossards "Gilles de Rais. Maréchal de France, dit Barbe-Bleue. 1404-1440" eine zentrale Inspirationsquelle ausfindig zu machen, die Jahnn beim Schreiben vorlag und auf die er in "Fluss ohne Ufer" durch Zitate verweist.<br />Anhand des Subtextes von Bossard, zahlreicher intertextueller Bezüge und unter Bezugnahme auf einschlägige Stellen im Romanmanuskript wird nachgewiesen, dass Jahnn den Ich-Erzähler und Protagonisten Gustav Anias Horn als Sexualstraftäter nach dem Vorbild des berüchtigten Serienmörders Gilles de Rais konzipierte."Fluss ohne Ufer" wie auch das Gesamtwerk Jahnns erscheinen dadurch in gänzlich neuem Licht. Es erweist sich als fatal, dass zentrale Motive des Romans, die sich bei näherer Betrachtung auf einen kriminellen und unzuverlässigen Erzähler zurückführen lassen, bisher vorwiegend im Kontext der Biographie und mutmaßlicher psychischer Dispositionen des Autors Jahnn gedeutet wurden. Hucke, Nanna 2011-03-23T13:46:44Z

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